SUCHLUPE
KI hat’s gemacht: Alle 4000+ Bildungsportal-Seiten sind Ende Oktober mit neuen Beschreibungen und Schlagwörtern bestückt worden, damit Suchmaschinen und Chatbots sie besser finden. Bisher gab es dieses redaktionelle Zubehör im Backend nämlich nur auf gut 500 Seiten. Und selbst dort war es oft zu dünn.
Jetzt müssen alle Redaktionsteams das Resultat sichten: Hat die KI es richtig gemacht?
Außerdem neu im Typo3-System sind Knöpfe, mit denen alle Redaktionsteams blitzschnell „Metadaten“ erzeugen können. Ohne Umweg über externe Tools.
DAS LESEN SIE IN DIESEM ARTIKEL:
- Qualitätskontrolle: Aufruf an alle Redaktionsteams
- Drücken Sie Ihre neuen Knöpfe: Das eingebaute KI-Tool für alle Redaktionen
- Hintergrund: Metadaten machen Ihre Seiten besser sichtbar und sortierbar
Qualitätskontrolle: Aufruf an alle Redaktionsteams

Die KI hat drei Tage lang gerechnet. Dann waren alle Lücken im BiP maschinell geschlossen, endlich 4600 Seiten erfasst, die Inhalte verschlagwortet und in Kurzbeschreibungen zusammengefasst, Teaser und Titel formuliert. Ein Beschluss der Chefredaktion vom Jahresanfang ist damit umgesetzt.
Die vom Sprachroboter formulierten Seitenangaben sind als Redaktions-Vorprodukt zu verstehen. Die anschließende Sichtung durch die Teams ist unverzichtbar.
Das kann und soll ab sofort erledigt werden. Außerdem bitten wir um Feedback per E-Mail: Waren Sie zufrieden? Wie sehr waren Korrekturen nötig? Welche Hinweise möchten Sie geben?
▶ 80% der Texte und Begriffe werden gut passen. Diese Prognose wagten wir aufgrund der positiven Erfahrung mit einer Suchstatistik-Clusteranalyse der internen Suchmaschine im Herbst 2024.
Wir ließen eine KI Suchbegriffe unserer User über mehrere Jahre, ihre Seitenaufrufe und sämtliche Seiteninhalte auswerten – eine gewaltige Datenmenge. Auf dieser Basis konnte das KI-Sprachmodell solide justiert werden.
▶ Aber: Pannen passieren. Falsche Fachbegriffe, Schreibfehler oder missverständliche Sätze kommen vor. (Wie bei menschlichen Redakteuren auch.)
So muss einiges, was nun im Typo3-Backend in der „Seitenbeschreibung“ steht, händisch von der für den Inhalt zuständigen Redaktion verbessert oder ersetzt werden. Menschliches Sprachgefühl und Fachkompetenz sind gefordert.
Das sollten Sie über die Befehle wissen, die die KI bekam:
- Generalprinzip: Felder, die bereits einen Inhalt hatten, wurden nicht gelöscht. Sie wurden ergänzt, wo sinnvoll bis zur maximalen Anzahl der Zeichen.
- Alle komplett leeren Felder waren automatisch zu befüllen.
- Die KI ergänzte die Angaben möglichst in formal vollständigen Sätzen – denn ihre klare Semantik ist Zucker für Chatbots und KI-getriebene Suchmaschinen. (Oder jedenfalls: Sie werden den Bedeutungsgehalt ausformulierter Sätze seltener missverstehen.)
- Schlagwörter (Metatags): Falls eine Liste bestand, fügte die KI eine Reihe möglichst präziser Begriffe aus dem Seiteninhalt hinzu.
- Seiten-Titel für Suchmaschinen: Die Angabe im SEO-Reiter muss nicht mit dem im Reiter „Allgemein“ genannten Seitentitel identisch sein. Dieser Seitentitel soll aufgegriffen werden, die KI darf ihn jedoch SE-optimierend verlängern und ergänzen.
Die Aufgabe, SEO-wirksame Metadaten zu finden, ist keineswegs trivial. In diesen Dingen sind die meisten Mitglieder der Gesamtredaktion ungeschult. Die Chefredaktion hielt es für wirtschaftlicher und schneller, die Redaktion ein automatisch generiertes, hochwertiges Vorprodukt bearbeiten zu lassen.
▶ Metadaten sind der Motor für digitale Sichtbarkeit in der KI-Ära. Ihre Pflege ist eine kritische Daueraufgabe für alle Online-Redaktionen, ob Profi oder Amateur. Alle Webseiten-Anbieter stehen unter dem Druck starker Veränderung im Suchverhalten und der Technologie, die Suchmaschinen rasch durch Antwortmaschinen ersetzt (wir berichteten).
Drücken Sie Ihre neuen Knöpfe: Das eingebaute KI-Tool für alle Redaktionen
So mancher hat schon auf eigene Faust externe KI-Tools herangezogen, um die Kleintexte und Wortlisten optimal und schnell herzustellen (wir berichteten). Das geht natürlich immer noch. Und selbstverständlich dürfen alle Teams auch den eigenen Kreativsaft anzapfen.
Aber wenn Sie lieber Roboter die redaktionelle Vorarbeit machen lassen, ersparen Ihnen neue Knöpfe im Typo3-CMS auf „Seiteneigenschaften“ alle Umwege.


Sie sehen sie seit dem 31. Oktober 2025 sowohl im Reiter „SEO“ als auch im Reiter „Metadaten“. Sie geben Ihnen 2 Optionen:
- „Fehlende Metadaten berechnen“ Sie erhalten Vorschläge zur Ergänzung. Bereits vorhandene Einträge in den Eingabefeldern dieser Maske werden nicht gelöscht.
- „Metadaten berechnen & alle Felder überschreiben“ Sie löschen damit alle Einträge, die in den Eingabefeldern dieser Maske schon vorhanden sind. Die KI ersetzt sie vollständig durch eigene.
Überprüfen Sie in jedem Fall die Ergebnisse. Sind Sie nicht zufrieden, können Sie alles händisch ändern – oder den Knopf noch einmal drücken. Die KI ist geduldig.
Hintergrund: Metadaten machen Seiten besser sichtbar und sortierbar

Für Online-Redaktionen sind sie eine lästige, doch kritische Daueraufgabe: Metadaten. Sie sind die Schlüsselbegriffe und Kurzbeschreibungen, die „hinter“ den eigentlichen Inhalten einer Seite stehen.
Dieses redaktionelle Zubehör ist wichtig, um die Sichtbarkeit bei Suchmaschinen zu erhöhen. Gemeint sind unsere eigene, interne Suchmaschine ebenso wie externe, also Google, Bing und dergleichen.
Außerdem geben Metadaten den Nutzern einen Überblick über den Inhalt, wenn sie in Suchergebnissen angezeigt werden. Dies nennt man einen „Snippet“, einen Schnipsel (wir berichteten).
Metadaten werden bei Typo3 in den „Seiteneigenschaften“ eingestellt. Präzise: Es gibt zwei Sorten und deshalb zwei Kartenreiter „SEO“ und „Metadaten“.
Suchmaschinen greifen auf alles zurück, wobei sie dieses Seitenzubehör als Vorschläge betrachten. Bekanntermaßen kann man Google & Co. schon lange nicht mehr durch Wörterlisten direkt lenken. Ihre Algorithmen ordnen und bewerten Seiteninhalte selbst und geben auch auf den Suchergebnisseiten nicht zwingend 1:1 genau das aus, was wir hineinschreiben. Erst recht gilt dies für Suchen im neuen „KI-Modus“ bei Google.
Trotzdem sind unsere Metadaten wertvoll für SEO. Denn:
- Sie helfen die Inhalte zu strukturieren, was Suchmaschinen und Chatbots schätzen.
- Sie geben den Crawler-Bots bessere Orientierung, wenn Überschriften (H1, H2, H3), Haupttext und Bildunterschriften nicht so aufschlussreich sind.
- Oft genug werden sie dem User auch tatsächlich in Originalfassung auf Suchergebnisseiten (SERP) angezeigt.
- Der Teaser im Reiter „Metadaten“ wird auch von Typo3 selbst verwendet, wenn eine Unterseite als Karte („Kachel“) auf einer Überblicksseite ausgespielt werden soll.
- DEUTSCHE ZEILEN: Kleintextkunst für Google (November 2024). 60 % unserer Nutzer kommen über Suchmaschinen ins Bildungsportal. Auch Ihre Seiten werden wahrscheinlich zuerst gesehen bei Google, Bing & Co – als winzige Textvorschau in einer Liste. Auf dem Desktop ist das ein Zweizeiler, am Handy ein schmaler Dreier. Dieser Kleintext heißt „Snippet“ – Schnipsel. An seiner hoch verdichteten Aussage hängt ein Sekundenurteil…
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