Das Regelwerk für Schriften, Maße, Farben und Formen aller Internetpräsenzen der Landesregierung stammt aus dem Jahr 2017. Auf den „Style Guide“ (PDF) verweist auch unser Redaktionsleitfaden, er ist also verbindlich fürs Bildungsportal.
Eigentlich wollte die Staatskanzlei den „Style Guide“ längst ersetzt haben – aber dann kamen Corona und andere Krisen. Der Relaunch ist in Arbeit, versichert Sascha Aust, Webmaster in der Staatskanzlei, auf Anfrage. Zurzeit sei „die Ausschreibung noch nicht abgeschlossen, die Arbeiten am neuen System werden aber in diesem Jahr beginnen.“ Ein Aspekt ist, so Aust, die grafische Neugestaltung des Seitendesigns.
Im Zug der Zeit haben Niedersachsen-Seiten schon mehrmals Kosmetik erhalten, die im Style Guide gar nicht zu finden ist. Das ist nicht nur Geschmackssache, sondern hat auch mit Technik und Social Media zu tun, die sich in acht Jahren rasant entwickelt haben. Wohin die Design-Reise geht, lässt etwa Niedersachsens Arbeitgeber-Seite erahnen.
Bei Online-Projekten der Ressorts, die erheblichen Designbedarf mit sich bringen, möchte die Staatskanzlei frühzeitig eingebunden werden. Das soll, so Aust, „groben Designabweichungen vorbeugen“ und die Zeit bis zum Relaunch und zum neuen Styleguide überbrücken helfen. Wir sind geduldig…
Landes-Hausschrift: OpenSans ersetzt Frutiger
Zu den informellen Neuerungen gehört zum Beispiel die Standard-Schriftart, konkret: die Hausschrift. Im „Style Guide“ hieß es 2017 noch: „Die Hausschrift der Landes Niedersachsen ist die Frutiger.“ (Seite 17). Ein Jahr zuvor hatte es einen großen Relaunch der Landes-Seiten gegeben.
Aber, räumt Sascha Aust inzwischen ein, auf den neuesten kommt „aus technischen Gründen“ anstelle von Frutiger die ziemliche ähnliche Open Sans zum Einsatz. „Diese könnte also dem Grunde nach auch auf externen Websites verwendet werden.“
Kleiner Vorteil nebenbei: Während Frutiger eine bezahlte Lizenz erfordert, wurde Open Sans für Google entwickelt, und die US-Firma stellt den Font in allen Schriftschnitten gratis zur Verfügung.