DEUTSCHE ZEILEN
Wer einen Text verfasst, verschätzt sich oft in der notwendigen Lesezeit für ihre Texte. Das lässt sich aber rasch berechnen – mit wenigen Klicks.
Lesetempo variiert gewaltig. Auch bei Akademikern, Lehr- und Verwaltungskräften. Die sind Viellleser. Sie bremsen selbst dann kaum ab, wenn Wörter, Satzbau und Inhalt anspruchsvoll sind. Aber Lesen macht immer Mühe – und müde. Auch hochgebildete Experten und Leseprofis erlahmen irgendwann oder verlieren die Lust.
Liegt das stille Lesen beim allgemeinen Publikum bei 200 Wörtern pro Minute (WPM), mag ein Leseprofi 400 WPM schaffen.
Gerade Vielleser mögen Texte, die rapide erfassbar sind. Sie verbringen mehr Zeit auf Seiten, die schnelllesefreundlich sind. Die Verweildauer steigt, die Abspungrate sinkt.
Eine gute „User Experience“ hat also Vorteile bei der Suchmaschinen-Optimierung (SEO) Ihrer Seite. Web-Redaktionen sollten die Lesezeit eines Texte daher kennen.
Aus gutem Grund schreiben viele News- und Ratgeber-Portale über ihre Artikel die geschätzte Lesezeit. Denn: Wer es eilig hat und viel zu tun hat, ist dankbar für Lesezeitangaben. Das erleichtert das Entscheiden: Ich lese das jetzt, später – oder gar nicht.
Lesezeit berechnen
Textprogramme wie Word liefern simple Maßzahlen über den Umfang. Wer mehr will, nimmt etwas bessere Zähltools im Web zu Hilfe, die Satzlänge und sprachliche Komplexität messen. Noch besser ist es, wenn ein Tool mehrere Kriterien verwendet, um Lesezeit zu errechnen.
Probieren Sie diese Tools einmal aus und vergleichen Sie den Nutzwert:
- Templator gibt außer der ungefähren Lesedauer (für langsame, durchschnittliche und schnelle Leser) weitere Metriken an wie durchschnittliche Wort- und Satzlänge, Vokabular-Vielfalt / Wortwiederholungen und den Flesch-Reading-Ease-Score.
- Main Agentur Auswertung für schlechte, durchschnittliche und schnelle Leser, Werte für Flesch-Reading-Ease-Score (FRES), Gunning-Fog-Index und Amstad-Lesbarkeitsindex
- Alex Rodionov Zähler, bei dem der Schwierigkeitsgrad einstellbar ist (einfach, normal, anspruchsvoll).
- Woerter-zaehlen.net Einfacher Zähler.
- Fach.Werk Einfacher Zähler.
Lesezeit-Schätzer als Browser-Erweiterung
Wer für sich selbst bei Web-Artikeln ständig eine Lesezeit-Schätzung haben will, kann seinem Browser – ob Chrome, Firefox, Edge, Opera oder andere – eine Erweiterung verpassen. Solche Plug-ins lassen sich mit wenigen Klicks installieren (Mehr dazu bei Computerbild.de). Allerdings: Das sind nur ganz ungefähre Angaben.
